Rainer Tappeser

Katalog zur Ausstellung vom 15.12.2019 – 2.2.2020

Rainer Tappeser wurde 1941 in Düsseldorf geboren und verlebte seine Jugend und Schulzeit in Dortmund. Schon als Kind konnte er sich am Drachen iegen begeistern, worin seine Sehnsucht zur Fliegerei begründet ist. Schon in Alter von 15 Jahren machte er seinen ersten Allein ug in einem Segel ugzeug.

Nach dem Abitur studierte er zunächst an der Werkkunstschule in Dortmund bei Ulrich Knispel und kam dort auch mit dem Morgnerpreisträger Gustav Deppe in Kontakt. Knispel ermunterte ihn, an die Hochschule für Bildende Künste Berlin zu wechseln und Rainer Tappeser bestand dort die Aufnahmeprüfung auf Anhieb. Die HfBK in Berlin war in den 1960er Jahren neben der Kunstakademie Düsseldorf die ein ußreichste Ausbildungsinstitution der zeitgenössischen Kunst in Deutschland. Sein Studium nanzierte sich Rainer Tappeser u. a. mit Jazzmusik und Bühnenbildern.

1969 schloss Rainer Tappeser mit Arbeiten über Phänomene der Farbe das Studium an der HfBK als Meisterschüler von Hermann Bachmann ab. Seitdem arbeitet er als freier Künstler, hatte Gastprofessuren in Berlin und Brüssel sowie zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen. Er ist Mitglied im Westdeutschen Künstlerbund und im Deutschen Künstlerbund.

Tappesers frühe Arbeiten aus den 60er und 70er Jahren stehen in der Tradition der konzeptionellen Malerei, die in Deutschland Ende der 1960er Jahre durch Ausstellungen von Josef Albers, Walter Dexel, Max Bill und Günter Fruhtrunk einen neuen Aufschwung erlebte. Heinrich Siepmann, Georg Karl Pfahler und Winfred Gaul prägten in den 50er und 60er Jahren das Deutsche Informell und wendeten sich Ende der 60er Jahre der konzeptionellen Kunst zu.

Der zweite Werkkomplex, der in dieser Ausstellung präsentiert wird, stammt aus der Zeit seit 2004. Hier verarbeitet Rainer Tappeser direkt seine Erfahrungen und Eindrücke, die er beim Fliegen gewinnen konnte. Landschaften und Wolken sind die prägenden Ausgangspunkte, die Tappeser malerisch abstrahiert. Zeichnerisch und malerisch werden die visuellen Eindrücke auf Leinwand und Papier reduziert und interpretiert. Die Erdober äche bezeichnet er als Erdhaut. Mit diesen Arbeiten hat Rainer Tappeser eine solitäre Bildsprache und eine für ihn typische Handschrift entwickelt.


Thomas Drebusch (Hrsg.): Rainer Tappeser, ikonom Verlag, Soest 2020

66 Seiten, 29,7 x 21 cm, mit zahlreichen farbigen Abbildungen.

ISBN 978-3-9820169-7-9

15,- €

Der Katalog kann über das Museum Wilhelm Morgner in Soest oder direkt über den Verlag bezogen werden.

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