Paul Werth | Ateliergeschichten

Paul Werth (1912 – 1977) lebte als bildender Künstler überwiegend in Soest. Sein Hauptarbeitsschwerpunkt lag in der informellen Malerei. Darüber hinaus schuf er ein umfangreiches graphisches Werk, zu dem auch Zeichnungen zählen, die als Brief nur für den Adressaten gemeint waren und eine entsprechende Intimität ausdrücken. Diese humorvoll skurrilen, drastisch authentischen, das Wesen Paul Werths besonders gut deutlich machenden Zeichnungen, die man durchaus als Karikaturen bezeichnen kann, werden nunmehr erstmals veröffentlicht.

Die Mappe mit dem Titel „Ateliergeschichten“ beinhaltet 70 deftige Filzstiftzeichnungen, die in Briefform verfasst nach Münster, seiner zweiten Heimat, versandt wurden. Sie schildern die Persönlichkeit Paul Werths in seiner Selbstironie, sich selbst auf die Schüppe nehmend, ohne dass der Adressat in irgendeiner Weise in seiner Intimsphäre verletzt wird. Die Zeichnungen stehen zwar für sich, doch wird der Kontext heute nicht unbedingt immer deutlich. Wer kennt schon noch den kleinwüchsigen, aber um so autoritäreren „Opa Dicke“ und seine Rolle als Aufseher im „Kunstpavillon“ im Theodor Heuss Park in Soest? Wer kennt überhaupt noch den „Kunstpavillon“ und seine wichtige Rolle für die Bildende Kunst in Soest? So erinnert Dieser Katalog an eine Facette des Kulturlebens in Soest aus einer längst vergangener Zeit, der Atmosphäre der frühen 1970er Jahre.

Durch die Veröffentlichung der Zeichnungen wird festgehalten, was im Original immer mehr verloren geht, denn die Filzstiftfarben verblassen mit der Zeit und gehen schließlich in ihrer Farbigkeit ganz verloren.


Thomas Drebusch + Ulrich Haverland (Hrsg.): Paul Werth Atelier-Geschichten, ikonom Verlag, Soest 2020

72 Seiten, 29,7 x 21 cm, mit zahlreichen farbigen Abbildungen.

ISBN 978-3-9820169-8-6

10,- €

Das Buch kann über den Buchhandel oder direkt über den Verlag bezogen werden.

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